Neues aus der Hölle von Katar

Amnesty International legt Befragung offen und kritisiert Missbrauch von weiblichen Hausangestellten in Katar. Das Ergebnis: keine freien Tage, 100 Stunden Arbeit pro Woche, Schläge inklusive. Ob das der Blatter weiß?
—> http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/04/23/dlf_20140423_0845_b4d43744.mp3 (00:41)

Stream, Fantalk, BO, BO!

Stream und Fantalk gleichzeitig: Gehirnwäsche garantiert! Apropos, sollte sich Peter nicht langsam auf wichtigere Dinge konzentrieren? Zum Beispiel auf Arminia Bielefeld? Also wenn wir Fans vom VFL wären…egal, schmeißt die Weizen in den Club und schreit BO, BO!

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Ball rund, Spiel 90min und…

“…am Ende der regulären Saison spielen die Vereine auf den Plätzen 1 bis 6 in Play-Offs um die Meisterschaft, in dem sie mit der Hälfte der in der regulären Saison erreichten Punkte starten. Die Vereine auf den Rängen 7 bis 14 erspielen in Play-Offs, welches Team gegen den Vierten der Meisterschafts-Play-Offs um den letzten Europapokalplatz spielt. Die Vereine auf den Plätzen 15 und 16 spielen zunächst in fünf Play-Off-Spielen gegeneinander, wobei der Tabellenfünfzehnte drei Punkte Vorsprung erhält. Der Verlierer steigt direkt in die 2. Division ab. Der Gewinner tritt nun in einer Relegation gegen den Zweiten, Dritten und Vierten der zweiten Liga an, in der ein weiterer Platz in der ersten Liga ausgespielt wird.”

Noch Fragen?

Zwolles erster Coup

Gestern holte der PEC Zwolle seinen ersten Titel in der 104. jährigen Vereinsgeschichte. In Rotterdam versenkten die Jungs von der IJssel im niederländischen Pokalfinale niemand geringeres als Ajax Amsterdam mit 5:1. Als die Furche das letzte Mal in Zwolle war, hat sie noch über den kleinen aber feinen Verein mit seinen durchschnittlich 8000 Zuschauern geschmunzelt. Gegner damals war der FC Volendam, der mit 7 Fans anreiste. (http://schottischefurcheblog.wordpress.com/2011/09/18/hopppics-fc-zwolle-vs-fc-volendam-31/) Heute kicken die Versicherungsstädter in der ersten Liga und schenken dem großen Ajax mal eben vier Stück in 26 Minuten ein. Hut ab —> http://www.youtube.com/watch?v=DoMr6YPtqAA

 

R.I.P. Dylan!

Die “Hammers” trauern um Dylan Tombides. Der australische Junioren-Nationalspieler starb am Freitagmorgen im Alter von 20 Jahren an Hodenkrebs. Tombides, dessen schwere Krankheit den Aufstieg in die A-Mannschaft der Hammers verhinderte, hatte die Diagnose im Sommer 2011 erhalten. Die Furche schließt sich hiermit den Trauernden an. R.I.P. Dylan.

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Die Geschichte eines Fans

“Es war der 7. April 1990. Michail Gorbatschow war seit ein paar Tagen Präsident der UdSSR, „Pretty Woman“ stand in den Kinocharts immer noch auf Platz 1, James „Buster“ Douglas boxte Mike Tyson K.O. und Eintracht Braunschweig, ja Eintracht Braunschweig schenkte dem jungen Jan Roskosch eines der schlimmsten Spiele, die man sich nur vorstellen kann.”

Ein Bericht unseres Autors Heiko Rothenpieler über 7Std-Bahnfahrten zum Heimspiel, lebenslange Dauerkarten und die Tatsache, dass Vereinsliebe vor allem Realitätsnähe bedeutet. (erschienen im Abseits-Magazin, 11. Ausgabe)

Die Geschichte eines Fans: http://deredelreservist.wordpress.com/2014/04/16/die-geschichte-eines-fans/

 

Youth League Halbfinale

Schalkes “Knappenschmiede” zählt zu den besten Jugendabteilungen Deutschlands. Vor wenigen Tagen wurde U19-Coach Norbert Elgert vom DFB zum “Trainer des Jahres 2013″ gekürt, nachdem er mit seinen Jungs u.a. gleich zwei Mal die deutsche Meisterschaft holte. Heute treten die Jungknappen in Nyon gegen den FC Barcelona im Halbfinale der Youth League an, welche der CL der Junioren entspricht. Im Viertelfinale setzte man sich bereits gegen Chelsea mit 3:1 durch. Eine deutsche Mannschaft im Youth League Finale würde alle Erwartungen übertreffen. Kick Off 16:30, ab 17:00 dann live auf Eurosport! (wegen der Baskenland-Rundfahrt wird mit Verspätung zugeschaltet) VIEL GLÜCK!
Vorbericht: http://www.kicker.de/news/fussball/junioren/startseite/602632/artikel_sehr-sehr-sehr-gut-drauf_s04-im-halbfinale-gegen-barc3a7a.html

Sätze der Bedeutungslosigkeit (#1)

1. “Herr Funkel, können Sie zu einhundert Prozent sicher sagen, dass Sie morgen noch auf dem Trainingsplatz stehen?” (Journalist mit all seiner Erfahrung)
2. “Ich hoffe, meine Jungs haben das Dortmund-Spiel gesehen.” (Basel-Trainer Yakin vor dem 0:5 in Valencia)
3. “Man muss eine bestimmte Lockerheit haben. Wenn man unbekümmert ist, ist das gut.” (Huub Stevens, Diplom-Psychologe)
4. “Das lernt man doch als Schuljunge: Wenn du ein Tor geschossen hast, stell sicher, dass du nicht gleich wieder eins kassierst.” (David Moyes, Trainerlizenz erworben)
5. “Die geht ins Ausland. Welches Land, ist offen.” (Aaron Hunt klärt die Zukunftsfrage)

Zurück in die Zukunft

Die meisten von euch werden es sicher schon mitbekommen haben: Boavista Porto ist endlich wieder erstklassig! Die Furche war vor drei Jahren einmal vor Ort. Es war ein seltsames Gefühl. Aus dem Stadion do Bessa, mit knapp 30.000 Plätzen eines der bekanntesten des Landes, schauten damals erste Grashalme und Moos aus den Fugen der Tribüne, in den leer stehenden Katakomben hatten sich Fastfoodketten eingenistet. Nun ist der Traditionsverein und Meister von 2001 wieder da und Porto hat endlich wieder DAS Derby.

http://www.kicker.de/news/fussball/intligen/startseite/602084/artikel_boavista-ist-wieder-erstklassig.html

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Betreff: Text-Zusendungen

KURZ WAS IN EIGENER SACHE – in letzter Zeit erreichen uns zu unserer Freude mehr und mehr Text-Zusendungen von euch. Dabei bekommen wir häufig die Frage gestellt, ob der eigene Text “gut genug” für eine Verlinkung sei. Lasst euch gesagt sein, dass wir nicht mit “gut” oder “schlecht” urteilen. Wir glauben vielmehr, dass jeder Text einen Kern hat, der etwas Besonderes erzählt. Schön zu sehen im letzten Artikel, “The Son of Southampton” von Lukas Stermann. Die Furche ist kein Schreibwettbewerb oder Print-Magazin.

Daher freuen wir uns weiterhin über jede Art von Text und vor allem darüber, dann mit euch gemeinsam an dem Artikel zu feilen. Schreibt uns einfach!

Eure Furche

Ein Schnuller für den Kosovo

“Welcher junge Spieler will schon immer wieder gegen die gleiche Bolztruppe des Nachbarortes antreten? Für Fußball-Anarchisten ist der Kosovo deshalb ein Paradies. Hier ist Macht nicht mächtig, weil sie nicht mächtig sein kann.” – Eine Reportage unseres Furchenautors Heiko Rothenpieler aka Der Edelreservist über das erste Länderspiel des Kosovo, schweizer Volksentscheide und drei kosovarische Jungs auf einem südwestfälischen Sofa. Nach der Veröffentlichung in der Siegener Zeitung hier nun der Artikel in ungekürzter Fassung. Lesenswert!

Zum Artikel: http://deredelreservist.wordpress.com/2014/03/29/ein-schnuller-fur-den-kosovo/

Coming Hopps

Unsere “Coming Hopps” – Furche on Fire in:
01.05.: Fola Esch vs. FC Hamm Benfica (1. Liga Luxemburg)
Fr., 02.05.: Metz vs. Tours oder Lens vs. Angers (2. Liga Frankreich)
Sa., 03.05.: KAA Gent vs. Lierse SK (1. Liga Belgien)
So., 04.05.: RKVV EVV Echt vs. FC Lienden (3. Liga Niederlande)

Bilder und Reportage werden euch natürlich nicht erspart bleiben.

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Lieber Herr Niersbach…

…wie kann man sich eigentlich so derart statementarm um Kopf und Kragen reden? Wenn jemand dachte, das aktuelle Sportstudio selbst sei auf dem Boden der Profillosigkeit angelangt, wird gerade von unserem DFB-Präsidenten einen Besseren belehrt. Nations League, Blatter, Brasilien, Katar – so viele wichtige und richtige Fragen. Was folgt ist nach 20 Minuten Interview die symptomatische Einsicht, dass sich der DFB bei Abstimmungen der FIFA und UEFA “solidarisch und nicht nach der eigenen Meinung” verhält. Hätte keiner erwartet, dass der Fußball ein Spielball politischer Geld-und Machtspiele ist. Fassen wir es pragmatischer zusammen: da wir eh nichts ändern können, schwimmen wir mal mit (was auch immer) und gucken dann mal. Bitte schnell zur Torwand.

nxnxnxnx

 

The Son of Southampton

In England ist das Wetter bereits seit Wochen chaotisch. Sturm und Regen sorgen in Kleinstädten für menschenleere Straßen. Die Zugverbindung an der Südküste nach Cornwall ist abgeschnitten. Bahngleise wurden unterspült. Weite Teile des Binnenlandes sind überflutet, Straßen unbefahrbar und dem hilflosen Krisenmanagement steht das Wasser selbst bis zum Hals. Mit Regen hatte in England nun wirklich niemand rechnen können. Mitten in diesen stürmischen Zeiten stirbt mein englischer Großvater.

von Lukas Stermann

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Mein Wecker funktioniert tadellos. Es ist 3:00Uhr. Schnell stehe ich auf. Schnell stehe ich am Bahngleis. Im Zugabteil tobt eine Schlafwandlerarmee aus Frühschichtlern und Trunkenbolden. Orte namens Eystrup und Dörverden rauschen vorbei. Eine Ticketkontrolle später steige ich aus. Bremen Hauptbahnhof. Schnell weiter. Hier ist der Fußball grausam. Meine Mum winkt mir zu. Dann schon ein Fluglotse. Der Flug nach London-Stansted dauert eine gute Stunde. Er fühlt sich länger an.

Kurz nach der Landung stehen wir erst einmal still. „Ladies and Gentleman, you may worry why we still didn‘t open the doors. Although we land 2 – 3 times a day in Stansted, the airport crew seems to be surprised today“. Scheinbar rechnet man auf der Insel momentan mit mehr als nur schlechtem Wetter. Kameras überall, Polizisten mit Maschinengewehren im Flughafenfoyer, Kontrollen à la Ausnahmezustand. Gestatten, Stermann mein Name. Terrorist und Trauergast.

Southampton war einst Englands wichtigster Handelshafen. Nach der britischen Expansion übernahmen dieses Prädikat Plymouth und Liverpool. Dann wurde Southampton beliebtester Erholungsort, bis sich dieses Prädikat Brighton schnappte. Erst kein Handel, dann keine Badegäste mehr. Also baute man Schiffe. Viele Schiffe. Ein ziemlich bekanntes verließ 1912 den Hafen in Richtung Eisberg. Zu diesem Zeitpunkt war der FC Southampton bereits 15 Jahre alt und musste sich zwei Mal im FA-Cup Finale geschlagen geben.

In der Stadt angekommen. Wir bleiben über das Wochenende bei meinem Onkel. Ein Leihwagen bringt uns dorthin. Es regnet. Nach der Ankunft bekomme ich von meiner Mutter einen Hinweis auf ein Versteck. Mein Onkel schaut mich an. Dann greife ich nach einem Umschlag. Gemeinsam öffnen wir ihn. In meiner Hand liegt eine Karte für das Spiel gegen Stoke City. Heute! Tasse Tee kann warten. Nein, doch nicht. Ich schlürfe den Tee wie einen Schluck besten Wein. Dann schnell wieder rein ins Auto. Matchday!

Während der Autofahrt kommen wir an riesigen Heideflächen vorbei. „Entstanden während der historischen Rodungen für den Häuser- und Schiffsbau“, sagt mein Vater. Einige Kilometer weiter tut sich das Hafengelände auf. „Hier hat dein Großvater an der Queen Elizabeth 2 gebaut“, sagt meine Mutter. Wir parken das Auto in der Stadt und gehen von dort zu Fuß weiter.

Auf dem Weg zum Stadion machen wir für einen Pint im „The Joiners Arms“ halt. Mein Onkel zeigt auf den Tresen: „Lies mal!“ In dieser Spelunke, die eine Kneipe im Vorderraum und einen Durchgang zu einem sehr kleinen Konzertraum weiter hinten hat, haben die größten UK Popbands der letzten 20 Jahre die Gitarren geschwungen. Die Liste ist unglaublich: Radiohead, Kasabian, The Kooks, Oasis, PJ Harvey.

Der Barkeeper kann wie aus dem Zapfhahn geschossen das Auftrittsdatum der Künstler nennen und hat mindestens zwei Anekdoten zu jeder Band parat. Im aktuellen Party-Kalender kenne ich niemanden, außer übermorgen: A Wilhelm Scream. Stark! Als I-Punkt finde ich im Konzertraum ein großes Banner, auf dem ein Manifest nieder geschrieben ist. Überschrift: SUPPORT LOCAL MUSIC. Es gibt sie also noch, die Bühnen auf denen etwas gewagt wird, wo scheitern ok ist, wo Träume bleiben oder platzen. Schnell austrinken. Kick off in spürbarer Nähe.

Das St.Mary‘s Stadium ist als Bauwerk kein architektonischer Blickfang. 32.000 Zuschauer fasst der einfache Rundbau, eine Dauerkarte kostet 700 Pfund. Premier League-Mittelmaß, Bundesliga-Upper Class. Wirklich besonders ist das Umfeld des Stadions. Alte Stahlskelette von Gasaufbereitungsanlagen stehen wie Götzen einer vergessenen Welt vor maroden Fabrikanlagen. Im Gegensatz zu meinem Großvater kann ich die ehemalige Industriephalanx dieser Stadt aber nur erahnen.

Nicht nur ein Bier täte nun gut. Durch den ad hocen Aufbrauch direkt nach Ankunft knurrt auch der Magen. Der Tee ist schuld. Wahrscheinlich. Dann wird mir schnell das Ausmaß des modernen Fußballs klar. Nichts, aber auch gar nichts darf mit in den Block. Nicht einmal Wasser. Verzehr nur in den Katakomben unter den Tribünen. Ordner braucht es kaum, wacht doch stets das digitale Auge Saurons auf jede Bewegung der schwer bewaffnneten Fan-Hobbits.

6., 38., 41. Minute. 2:1. Ein aufregender Kick. Mein Onkel geht schon mal in die Katakomben um sich am Bierstand anzustellen. Für ihn beginnt eine hektische viertel Stunde, in der er warten, bestellen und leer trinken muss. Immer den Wiederanpfiff im Nacken. Er wird es schaffen, dieser Teufelskerl. Etwas aber verpasst er. 44. Minute: An der rechten Eckfahne legt sich der Schotte Charlie Adam den Eckball für Stoke zurecht. Tumult im Strafraum, Peter Crouch steigt zum Kopfball hoch UUUND…

Ich glaube ich habe nie einen Spieler gesehen wie Peter Crouch. Eine 2,03m lange Hybridform aus Besenstiel und Averell Dalton, mit schiefem Gebiss und unwirklichen Grimassen. Eitelkeit ist hier so fehl am Platz wie ein Spieglein an der Wand. Vor dem Spiel erzählte mir mein Onkel: „You know, Crouch is in a relationship with a famous model. He was once asked by a journalist: „What would you be, if you wouldn‘t have become a professional football player?“ And Peter Crouch said: „A virgin“. Symphatisch, dieses menschenähnliche Wesen…UUUND köpft eiskalt ins rechte Eck. 2:2. Halbzeit.

Nach der Pause passiert so viel Schönes wie in einem Schweiger-Tatort. Wenig bis kaum Handlung, geprägt von miesen Darstellern, das Ende herbeisehnend. Doch darum geht es nicht. Nicht an diesem Wochenende. Das fehlende Happy End flüstert mir zu, dass nicht alles immer perfekt laufen kann. Schon gar nicht im Leben. Mein Großvater, Familienmensch und einer der letzten mir bekannten humorvollen Realisten, hätte das Remis wahrscheinlich nicht so eng gesehen wie ich und eine passendere Metapher gefunden.

Ein paar Überwachungskameras später fragt mich eine ebenfalls nicht ganz perfekt aussehende Stewardess: “Möchten Sie einen Kaffee oder Sekt? Snacks oder Sandwich? Interesse an einem Gewinnspiel?”. Kurz denke ich an Peter Crouch. An dieses Wetter. An dieses Bier ohne Blume. An den FC Southampton. An die kaputten Industriebauten und die Titanic. An alles nicht Perfekte. Ich bestelle Sekt, Snacks und drei Lose. Auf Opa. Cheers!

Anpfiff 11mm-Filmfestival

In Berlin öffnet heute um 19:30Uhr das 11mm – Fussballfilmfestival wieder seine alljährlichen Pforten. Bis Dienstag könnt ihr euch täglich von Dokumentationen und szenischen Filmen berieseln lassen. Nach dem Opener “Union fürs Leben” sind heute auch Giggs, Scholes & Co in “The Class of ’92″ zu sehen. Die komplette Programmübersicht findet ihr hier: http://www.11-mm.de/uebersicht.php

 

Das Vorher-Nachher-Modell

In der Kreisliga C im Kreis Olpe verlor der Drittplatzierte Hünsborn II gegen den Tabellenführer Dahl-Friedrichsthal durch ein Tor von Chris Hardenack in der 88. Minute mit 1:2.

Späte Gegentore schlagen bekanntlich heftig aufs Gemüt. Oder auf die Tastatur. So ließ es sich ein hausinterner Schreiber (vermutlich kurz nach Spielende) nicht nehmen, seinen Gefühlen freien Lauf zu lassen. (Abb. links) Als kurz darauf der Screenshot dieses “Spielberichtes” bereits sämtliche WhatsApp-Gruppen zum Lachen brachte, nahm der Verein, sagen wir…die “Schärfe” heraus. Gute Unterhaltung!

RW Hünsborn

 

Betreff: Stadionzeitschrift

Die STADIONZEITSCHRIFT war einst das “Sprachrohr” der Fans. Inzwischen verkommt sie zu einer vereinspolitischen Pinnwand ohne Einwand. Kritik und Meinung weichen den “besten” Fanfotos aus aller Welt, Werbung verdrängt das 0:3 der letzten Woche, die “Daumen-hoch-Worte” des Neuzugangs XY erweisen sich so gähnend einseitig wie der Rückblick auf die “perfekte” Jahreshauptversammlung – die natürlich mit einer “insgesamt positiven Bilanz” endete.

Daher sind vereinsunabhängige “Blättchen” so wichtig wie nie zuvor. Vom “Schalke Unser” bis zum “Gooners” von Arsenal London – die unabhängige Meinung von und für Fans ist eine der wichtigstgen Errungenschaften lebhafter Fankultur und sicher die 1,50€ am Stand vor der Kurve wert.

Schalke Unser

 

Das bessere Viagogo

Unser Kollege Mark Mauderer stammt aus dem Westallgäu. Eines Tages aber zog ihn die Liebe nach Köln. Dort musste er feststellen, dass seine Kumpels aus der Heimat äußerst phlegmatisch und antriebslos waren, was Köln-Besuche anging. So organisierte Mark Fußballwochenenden für die ganze Clique. Von Sportfreunde Lotte über VVV Venlo bis zum Revierderby der B-Junioren von Schalke und Dortmund war alles dabei. Plötzlich standen sieben Kumpels auf der Matte.

Ein paar Stadionbiere später wachte Marc morgens auf und dachte: „…mmh, wenn du sieben kritische allgäuer Phlegmaten mit deinem Fußballroadtrip ins Rheinland kriegst…mmh.“ Er stand auf, kochte schwarzen Kaffee und schmierte sich dicke Butter aufs Brot: Wer seinem besten Freund oder Freundin ein „Pott-Wochenende“ oder einen „Rheinland-Trip“ schenken möchte, ist nun bei Mark an der richtigen Adresse. Das verdammt bessere Viagogo mit viel Gruppendynamik findet ihr hier:http://stadionhopper.de/ oder hier:https://www.facebook.com/www.stadionhopper.de

Beste Grüße nach Köln!

Großer Tag für den Fußball

Für die meisten von euch wird der 5. März einfach nur ein Mittwoch sein. (Gut, Jens Jeremies wird 40) Für den Kosovo aber entpuppt sich der 5. März als ein historisches Datum: gegen Haiti darf zum ersten Mal eine kosovarische Auswahl ein offizielles Länderspiel bestreiten!

Enis Alushi und Albert Bunjaku werden um 15Uhr in Mitrovica auflaufen. Ob u.a. Shaqiri, Behrami, Xhaka, Berisha und vor allem Januzaj in in naher Zukunft folgen werden, ist vor allem von einer Mitgliedschaft bei der Fifa abhängig…oder an schweizer Volksentscheiden. Wir werden das Spiel bei einer kosovarischen Familie schauen und euch vom “Ende des langen Wartens” berichten. Ein großer Tag für den Fußball und den Sport im Allgemeinen!

fffffffffffff

Mustafi endlich nominiert

Es ist nun etwa ein halbes Jahr her, als wir mit unserem Serie-A Experten Florian Simon über Shkodran Mustafi sprachen: “Es wird Zeit, dass Löw den Jungen sieht. Als 92er Jahrgang bei Sampdoria Genua gesetzt zu sein, ist nicht vielen jungen Innenverteidigern vergönnt. Dass in diesem Kontext ein Westermann als ewige Alternative gilt, beweist, dass Löw den Tellerrand Bundesliga nur für Khediras und Özils verlässt.” Nun ist Mustafi endlich gegen Chile nominiert. Und wie sich DFB-Trikots anfühlen, dürfte er inzwischen wissen.

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Der Adler ist gelandet

Auch unser portugiesischer Kumpel Nicolae hat wohl ein ähnliches Spiel gesehen wie wir. Wer noch nicht mit Herzproblemen in Richtung Krankenhaus unterwegs ist – auf Eurosport läuft Snooker zum klar kommen. Kloses Miro flog übrigens ebenfalls mit 3:3 raus, nachdem er Lazio zunächst mit 3:2 auf die Siegerstraße schoss. Was für zwei deutsche Fußballtage.

sssasasasasa

Trip to River Plate

Den Blogger Marco Lehmbeck verschlug es im März 2013 bei seiner Reise nach Argentinien ins legendäre Stadion “El Monumental”. 20€ Eintritt, 0:0, Auswechslung Trezeguet – es gab wahrlich Größeres festzuhalten. Wen gute Pics auch außerhalb des Fußballs interessieren und “Photography, Words & Trips” nicht abgeneigt ist, sollte sich Marcos Seite http://trippytales.tumblr.com/ nicht entgehen lassen!

22Uhr WDR einschalten!

“Alle reden über die Fußball Weltmeisterschaft in Brasilien. Doch die Welthauptstadt des Fußballs liegt woanders. Es ist Buenos Aires. Und zumindest eines stimmt: In keiner anderen Stadt der Welt findet sich so viel Fußball auf so engem Raum.”

http://www1.wdr.de/fernsehen/dokumentation_reportage/die-story/sendungen/diefussballhauptstadtbuenosaires100.html

16er Quote für HSV

Furchenredakteur und Rautenträger Schäfer kippt bereits seit Stunden Gin Tonic um der Wirklichkeit zu entsagen. Kein Platz für Neutralität. Kein Platz für sachliche Analysen. Dann der Knockout: Marcel Reif kommentiert. Bitte nicht totsaufen. Wir brauchen dich noch! Beste Grüße und möge die Macht dir sein, deine Kollegen.

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Gästehoppblock: Preston North End vs. Nottingham Forest 0:2

Kick off: 05.02.2014, 19.45 Uhr
Pokal: FA-Cup 4th round Replay
Ground: Deepdale, Preston
Zuschauer: 9.744

Von Marian Thiel

1655649_10203369201500834_297114061_oDrei Wochen nach dem pokalschen Clou gegen Ipswich war die Ausgangssituation die Gleiche. Wieder konnte Preston einem höherklassigen Gegner ein Remis im Hinspiel abringen. Wieder ging es zum Replay-Match ins Deepdale. Da Nottingham Forest derzeit um den Aufstieg in die Premier League ein gehöriges Wörtchen mitzureden hat, war jedoch von vorne herein klar, dass ein dickerer Brocken wartete als zuvor Ipswich. Außerdem kamen die Gäste nicht ganz so weit aus dem Süden und waren daher auch nicht ganz so verweichlicht.

Gerüchte über Zauberfußball in Preston hatten die Runde gemacht. Gerüchte über Ballstoppen, ja gar Ballstafetten. Von diesen wundersamen Dingen wollten sich daher fast 4.000 Zuschauer mehr als sonst erquicken lassen. Auch die Studentenschaft trug massiv dazu bei, reisten wir doch in einer stattlichen Neuner-Gruppe mit ebenfalls übermenschlichen Kräften an. Wieder zu Fuß, wieder im Regen, wieder die gleichen Metzchen vor dem Spiel, wieder tolle Fangesänge. Nur den traditionellen Pie ließ ich dieses Mal links liegen, hatte sich meine Lebenserwartung nach dem letzten Abendmahl im Deepdale schon genug verringert.

Beim Einmarsch ins Stadion wurden die Mannschaften von niemand geringerem als der „Deepdale Duck“ begleitet, welche mein Herz im Sturm eroberte. Nicht nur, weil sie das erste Maskottchen war, welches jemals des Platzes verwiesen wurde. Nein, Nein. Es war viel weniger. Kein Maskottchen bringt seine Langeweile durch derart lustloses Schlendern am Spielfeldrand zum Ausdruck wie Deepdale Duck. Zudem ist die Geschichte DER Ente kaum zu überbieten. Für diejenigen, die es genau so sehen wollen, hier die Mini-Doku: http://www.youtube.com/watch?v=JWU1PLmwzFQ Deepdale Duck, du bist mein Held!

deepdale duckGenau wie vor drei Wochen spielte Preston auch an diesem Mittwoch groß auf und war über 90 Minuten die überlegene Mannschaft. Doch anders als Ipswich zuvor, spielte Forest clever und netzte staubtrocken in der 18. Minute ein. Angetrieben durch die Zuschauer erarbeiteten sich die Hausherren in Folge viele Halb- und Großchancen, jedoch fehlte stets das Quäntchen Glück. Letztlich konnte Preston die Feldüberlegenheit nicht ausnutzen. Der gegnerische Pfosten mitsamt Mittelklasse-Torwart reichten den Jüngern Robin Hoods aus um den knapp zehntausend Zuschauern die Zähne zu ziehen. Es sollte nicht sein. Nottingham’s Treffer zum 0:2 in der Nachspielzeit besiegelte schließlich das Schicksal der Whites. Zwei Schüsse aufs Tor, zwei Gegentore. Eiskalt. Bitter.

Der Stimmung im Stadion tat das jedoch keinen Abbruch. Die Spieler von Preston North End wurden trotz Niederlage mit stehenden Ovationen verabschiedet, eben so wie sich das gehört. Dazu gabs „We’re the one and only North End“ bis zum Abwinken. Zweites richtig gutes Spiel von Preston also, diesmal jedoch mit unglücklichem Ausgang. Egal, Preston hat jetzt einen Liebeslied-schmetternden Supporter mehr. Deepdale Duck wird’s freuen.

The Deepdale Duck

Bevor euch Marian Thiel neue Eindrücke von nordenglischem Fußball schildert, hier vorab die Biographie von “Mascot of the North”: THE DEEPDALE DUCK. Dann versteht man mehr. Versteht mehr über den Stellenwert von Maskottchen in England. Versteht mehr, warum sie auch schonmal des Platzes verwiesen werden: “I don´t just have to stand there waving my arms and looking silly!”

95 Thesen über Bayer Leverkusen

Gestern war Martin Luthers Todestag. Bayer 04 gedachte mit einem Trauermarsch. Wir schließen uns an.

1. Werden niemals Meister.
2. Werden niemals Champions-League-Sieger.
3. Hatten gegen PSG die Hosen voll.
4. Hatten vor Zlatan Ibrahimovic die Hosen voll.
5. Gonzalo Castro ist kein Nationalspieler.
6. Simon Rolfes ist kein Nationalspieler.
7. Ulf Kirsten war Nationalspieler.
8. „Du und die Werkself“ bringt keine neuen Fans.
9. „Du und die Werkself“ ist Marketing auf Crack.
10. Stefan Kießling kann gut kochen.
11. Sami Hyypiä war ein geiler Verteidiger.
12. Wurden 1995 im Hallen-Masters-Finale verpfiffen.
13. Leverkusen ist kein Urlaubsort.
14. Aspirin hilft am Tag danach.
15. Sascha Lewandowski liebt den Job als Nachwuchs-Cheftrainer.
16. Erich Ribbeck hat dem Verein gut getan.
17. Christoph Daum hat dem Verein gut getan.
18. Dragoslav Stepanović hätte Zlatan weggeraucht.
19. Stellen international die Bundesliga in ein besonderes Licht.
20. Tradition ist keine Phrase.
21. Markus Feldhoff fehlt als Konterstürmer. Immer.
22. Andreas Rettig wurde zufällig in Leverkusen geboren.
23. Ist ein Gegenstand.
24. Das Klinikum Leverkusen ist ein schönes Gebäude.
25. Sidney Sam ist mehr als 2 Millionen Euro wert.
26. Sidney Sam ist mit den Gedanken schon auf Schalke.
27. Carsten Ramelow fehlt niemanden.
28. Hatten gegen PSG die Hosen voll.
29. Heung-Min Son war einfach nur froh, nicht mehr beim HSV zu sein.
30. Es werden keine 10.000 Bayer-Fans nach Paris reisen.
31. Rudi Völler sieht alle Schiedsrichter-Entscheidungen völlig neutral.
32. Im Wappen ist keine Firma zu erkennen.
33. Haben mehr Tradition als RB Leipzig.
34. Lucio und Ramelow hatten unterschiedliche Mütter.
35. Lucio und França hatten die gleiche Mutter.
36. Robin Dutt hat sich bei Michael Ballack persönlich entschuldigt.
37. Haben 34 Auswärtsspiele pro Saison.
38. Spielen schönen Fußball.
39. Spielen schönen, erfolglosen Fußball.
40. Paolo Rinks Urgroßvater wanderte 1904 von Heidelberg nach Brasilien aus.
41. Das Rathaus sieht aus wie das „Schapen-Raumschiff“ in Men In Black.
42. Rainer Calmund hat selbst Fußball gespielt.
43. Bernd Schuster würde für Bayer sofort bei Malaga kündigen.
44. Jorginho war ein großer Fußballer.
45. Die Parkplatzsituation am Stadion könnte besser sein.
46. Die Stadionwurst könnte besser sein.
47. Hatten gegen PSG die Hosen voll.
48.  95% aller Bayer-Fans kennen nicht die 4 Elferschützen zum UEFA-Pokal-Sieg ´88
49. 100% aller Bayer-Fans wissen wo Unterhaching liegt.
50. Bum-cun Cha ist kein Kaugummi-Hersteller.
51. Keinen Sponsor zu haben impliziert nicht zwangsläufig Sympathie.
52. Rüdiger Vollborn hätte das 0:3 verhindert.
53. Ein 0:4 kommt nicht durch Pech zu stande.
54. Christian Wörns ist ein erfolgreicher Jugendtrainer. Auf Schalke.
55. Emerson spielt immer noch.
56. Landen in der Saison 2013/14 hinter Bayern München.
57. Thomas Hörster muss man kennen.
58. Die Löwen im Vereinswappen sind ein und derselbe Löwe.
59. Die Fan-Freundschaft mit Kickers Offenbach ist ernst gemeint.
60. Die Fan-Freundschaft mit Standard-Lüttich ist nicht ernst gemeint.
61. Die Fan-Freundschaft mit Arminia Bielefeld ist nicht mehr, passte aber.
62. Die Fan-Freundschaft mit Wolfsburg ist noch nicht, würde aber passen.
63. „Vizekusen“ ist kein zynischer Ausdruck.
64. „Vizekusen“ ist ein historischer Begriff.
65. „Vizekusen“ hat sich Bayer beim Patentamt in München als Marke schützen lassen.
66. Das 11:0 gegen den FC Stahl Brandenburg 1994 führte zu keinem Titel.
67. Dirk Heinen fand Gott in Leverkusen.
68. Ulrich Haberland hätte Ibrahimovic gekauft.
69. Gegen Real Madrid darf man im Finale verlieren.
70. 100% Bayer-Fans haben ein absolut reines Gewissen.
71. Du verlierst kein Wort über den Fight Club!
72. Hatten einen weißen Brasilianer.
73. Zoltan Sebescens Wechsel von Wolfsburg nach Leverkusen war eine Herzenssache.
74. Markus Happe hätte das 0:5 gemacht.
75. Es gibt 350 Bayer-Fanclubs.
76. PSG war der erwartet starke Gegner.
77. Thomas Brdarić hätte dem Spiel gut getan.
78. Werden nie Weltpokalsieger.
79. Opladen ist ein Freistaat.
80. Carl Leverkus war ein bekannter deutscher Chemiker.
81. Uerdingen gehört zu Krefeld.
82. Bernd Leno wird sich nicht weiterentwickeln.
83. Jens Hegeler pflegt bei 5 BuLi-Einsätzen zurecht die Durchschnittsnote 5,0.
84. Wolfgang Holzhäuser ist stolzer Freiberufler.
85. Paulo Sérgio wurde mit Leverkusen Torschütze des Monats 1996.
86. Paulo Sérgio wechselte nicht wegen Titel-Ambitionen nach München.
87. Leistungssteigernde Medikamente gibt es nur in Freiburg.
88. Andre Schürrle und Manuel Friedrich sind keine Legenden.
89. Diego Placente ist unschuldig.
90. Leverkusens erster Trainer war ein Österreicher mit Namen Polster.
91. Jens Nowotny wird als sportlicher Berater mit Fortuna Köln Meister.
92. Die Auswechslung Wollscheid für Sam war keine Verzweiflungstat.
93. Die Bay-Arena ist nur bei großen Gegnern ausverkauft.
94. 36% Ballbesitz ist eine völlig überbewertete Statistik.
95. Hatten gegen PSG die Hosen voll.

Best of B(r)abbel

Was macht Markus Babbel eigentlich so? Achja, genau:
1. “Podolski war in Köln und bei den Bayern zu faul.”
2. “Mesut Özil muss an seiner Körperspannung arbeiten.”
3. “Mertesackers Leistungen waren nicht das Gelbe vom Ei.”
4. “Gegen die Großen bekam Arsenal oft auf den Sack.” (…zzZ)
5. “Ich hätte den HSV übernommen. Habe gerade nämlich nix zu tun. Deshalb muss ich über irgendetwas reden um nicht von der BILDfläche zu verschwinden.”

(Natürlich nicht überbewerten, wissen wir doch alle äh von ihm: “Ich bin kein Typ, der nachtritt.”)

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Was fordert Kuntz schon Schlimmes?!

pokal-auslosung-2-runde-514 Stefan Kuntz findet eine Änderung des Spielmodus im DFB-Pokal sinnvoll. Vor allem beim Thema Austragungsort steht Kuntz für “ein grundsätzliches Heimrecht für unterklassige Gegner” ein. Man könnte es sich einfach machen und sagen, dass der gute Stefan nur frustriert sei wegen des nun schier unmöglichen Finaleinzugs seiner Roten Teufel. Nach einem grandiosen Auftritt gegen die Werkself träumte man am Betzenberg nach 1996 wieder einmal vom Pott in Berlin und wird nun mit der Floskel abgemahnt, man habe die „Hosen gestrichen voll“ und besäße keine Größe die bevorstehende Niederlage bei den Bayern hinzunehmen. Doch was fordert Kuntz schon Schlimmes? Dass ein unterklassiger Club endlich einmal ein ausverkauftes Haus hat? In einer Kicker-Umfrage stimmten von über 11.000 Teilnehmern 62,3 % für eine Änderung des Reglements.

Schaut man sich in anderen Ländern um, verlangt Kuntz damit keine traditionsbrechenden Revolutionen. In Englands FA-Cup und ältestem Pokalwettbewerb der Welt zum Beispiel findet dies in eingeschränkter Form statt. Über Spielpaarung und Heimrecht wird zunächst gelost wie in Deutschland, jedoch unterliegt der FA-Cup einem offeneren K.O.-System. Endet das Hinspiel nämlich mit einem Remis, folgt ein Rückspiel auf dem Platz des anderen Vereins und kann erst dort, möglicherweise durch Elfmeterschießen entschieden werden. Das Argument von noch mehr Spielen und Überbelastung wirkt im Hinblick auf den Terminplan eines englischen Profis nichtig.

So stände zumindest eine mögliche taktische Marschroute im Raum, nicht zwingend auf Sieg spielen zu müssen. Ob der FCK in München dieses Unentschieden holen könnte sei dahin gestellt. Doch allein die Chance eines Rückspiels vor 50.000 in der dann sicheren „Hölle“ Betzenberg würde das „reine Losglück“ relativieren und den Rahmen der Veranstaltung fairer gestalten. In Italiens „Coppa Italia“ sieht der Modus übrigens von vorne herein ein Hin- und Rückspiel im Halbfinale vor. In Spanien wird der Sieger bereits vom Sechzehntelfinale bis zum Halbfinale in Hin- und Rückspiel ermittelt. Alles also eine Frage der Chancengleichheit und weniger die von Stefan Kuntz.

Gleich Cantona auf BR!

Wer um 0:20Uhr noch die Augen auf hat und Thrillern zu später Stunde nicht abgeneigt ist, dem können wir wärmstens “Schwarzer Schmetterling” mit ÉRIC CANTONA empfehlen! IMDb 7,0.

http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/programmkalender/sendung731316.html

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